Turn your dreams into plans

Wer kennt es nicht? Man macht an Neujahr motiviert Pläne, was man alles erreichen will.

Vielleicht schreibt man sich die Ziele sogar auf und ist in den ersten Tagen auch motiviert, diese umzusetzen. Aber dann kommt der erste Tag, an dem man die Projekte schleifen lässt… und der zweite. Und irgendwann liegt der Zettel mit den guten Vorsätzen vergessen in den tiefsten Ecken der untersten Schublade deines Schreibtisches und deine Ziele bleiben nur Ziele.

Damit es dieses Jahr gar nicht erst so weit kommt, gebe ich dir im heutigen Beitrag Tipps an die Hand, damit du deine Ziele auch umsetzt und nicht nur planst, sondern auch aktiv etwas tust.

Vorab möchte ich dir noch eins mitgeben. Eine gute Planung nimmt viel Zeit in Anspruch, und vielleicht denkst du jetzt, du hast gar keine Zeit und solltest lieber lernen. Unterschätze aber nicht, was ein Überblick über deine ganzen Studienleistungen, die du erbringen musst, wert ist. Es ist immer gut, zu wissen, was auf dich zukommt und wofür du Zeit einplanen musst, anstatt die Dinge auf dich zukommen zu lassen und dann keine Zeit mehr für schöne Dinge zu haben. Man kann sehr viel Stress vermeiden, wenn man sich vorher einen Plan gemacht hat, wann was erledigt sein muss.

1.Überlege dir, was deine Ziele für 2019 sind

Vielleicht möchtest du zweimal in der Woche zum Sport gehen, gewisse Bücher lesen, dein Examen schreiben und Scheine erwerben oder eine neue Sprache lernen? Schreib dir alles auf, was du erreichen möchtest oder erleben willst. Schreib dir nicht nur deine Studienziele auf, sondern wofür du in deiner Freizeit auch Zeit haben möchtest, zb einer Nebentätigkeit nachgehen,  ein Instrument spielen, oder einen Sport ausüben und wann du in den Urlaub fahren möchtest.

2. Setze dir 90-Tage Ziele

Da ein Jahr sehr lang ist und das erste Gefühl bei so vielen Vorsätzen sehr überwältigend und nicht machbar erscheint, ist es wichtig, die Jahresziele in kleinere Meilensteine zu verwandeln, die dann zu deinen großen Zielen führen.

90 Tage sind überschaubar und geben dir einen guten Zeitraum an die Hand, um planen zu können, wie du deine großen Ziele erreichst.

Wenn du zum Beispiel aufs Examen lernst oder dein Semester erfolgreich beenden willst, dann überleg dir, was du hierfür in den ersten drei Monaten erreicht haben musst, dann in den nächsten drei Monaten usw.. Wie viele Rechtsgebiete musst du drauf haben, um in den Semesterferien deine Hausarbeit schreiben zu können? Welche Crashkurse musst du besuchen, damit du vorm Examen die Rechtsgebiete schon gelernt hast und nur noch wiederholen musst? 

Wenn du nicht weißt, woran du das festmachen sollst, hilft ein Blick in die Studienordnung oder in die JAPO. Dort erfährst du, was für Leistungen, Scheine, Praktika etc. du erbringen musst und wann du dich ggf. für Fortgeschrittenen Übungen anmelden musst usw. Auch hier macht ein guter Überblick schon die halbe Miete aus. 

Auch die Vorlesungsskripten enthalten Gliederungen, an denen du dich bei deiner Planung orientieren kannst und kleinere Einheiten der jeweiligen Rechtsgebiete in deine Planung einbeziehen kannst. 

Wenn du schon im Rep bist, dann schreib dir alle Fälle auf, die du zu den jeweiligen Rechtsgebieten bearbeiten musst. Z.B. BGB AT 30 Fälle, Schuldrecht AT 26 Fälle, Schuldrecht BT 27 Fälle, Delikts-und SchadensR 20, Sachenrecht 42, Bereicherungsrecht 16, Familien- und Erbrecht 15 etc. So bekommst du einen guten Überblick, welche Rechtsgebiete viel Zeit beanspruchen und was du überhaupt alles lernen musst.

3. Teile dein 90 Tage Ziel auf in 30- 60- 90 Tage Ziele

Die jeweiligen 90 Tage Ziele kannst du nun auf die einzelnen drei Monate aufteilen. Überlege, dir welche Dinge du tun musst, um dein 90-Tage Ziel zu erreichen. Was musst du in den nächsten 30 Tagen tun, was musst du in 60 Tagen tun, was musst du im letzten Monat tun? Beispielsweise möchtest du in drei Monaten das komplette materielle Strafrecht drauf haben, also Ende März 2019 fertig sein. Schreib dir auf, wie viele Themen du lernen musst, teile auf in Strafrecht AT und BT und wie viele Lerneinheiten du benötigst. Wichtig ist, dass du die Ziele so aufschreibst, dass du sie auch abhaken kannst. Nicht zielführend wäre es, wenn du dir für die drei einzelnen Monate nur „Materielles Strafrecht“ aufschreibst. Plane dir auch immer Pausen und Puffer ein, damit du unvorhergesehene Termine wieder auffangen kannst.

Beispiel: Materielles Strafrecht von Januar bis März 2019

Schreibe alle Lerneinheiten auf. Teile die Anzahl der Einheiten dann durch die drei Monate.

Das könnte dann so ausschauen:

Januar: Täterschaft, Teilnahme, Rechtswidrigkeit, Schuld, Wahlfeststellung, Konkurrenzen, Versuch, Rücktritt, Fahrlässigkeit, Erfolgsqualifikationen

Februar: Irrtumslehre, Unterlassen, Aussetzung, Körperverletzung, ärztlicher Heileingriff und Einwilligung, Tötungsdelikte, Freiheitsdelikte, Diebstahl, Unterschlagung, Betrug

März: Raub und räuberischer Diebstahl, Erpressung und Abgrenzungsprobleme bei Vermögensdelikten, Untreue, Computerbetrug, Anschlussdelikte, Urkundendelikte, Straßenverkehrsdelikte, Brandstiftung und Sachbeschädigung, Rechtspflegedelikte

Mach das gleiche dann mit Zivilrecht, Öffentlichem Recht und den Nebengebieten.

4. Mach dir einen Wochen-Plan

Die Monatsziele kannst du nun in einen Wochenplan integrieren.

Überlege dir pro Woche nicht mehr als drei Ziele, die du erreichen möchtest. Dies sollten die wichtigsten Ziele der Woche sein. Was musst du ultimativ tun, um deine Monats- und Quartalsziele zu erreichen? 

Dies stellt sicher, dass du nicht von deinen großen Plänen überfordert wirst und Panik bekommst. Außerdem überschätzt man oftmals, was man alles an einem Tag erreichen kann. Daher sollten die Ziele nicht zu groß ausfallen. 

Wichtig ist auch, dir regelmäßig einmal in der Woche eine Stunde einzuplanen, in der du die Erfolge der Woche überwachst und kontrollierst, wie weit du mit deinen Zielen bist, was du noch erledigen möchtest, was dringend ist und was du eventuell auch in die nächste Woche schieben kannst. Eine Stunde zu reflektieren zeigt dir auch, was du schon alles erreicht hast und dass du auf einem guten Weg bist. Das kann unglaublich motivieren.

5. Tagesplan erstellen

Anhand deiner Ziele kannst du nun überlegen, was du an einem Tag tun musst, um dein Wochenziel, Monatsziel, 90 Tagesziel und schließlich Jahresziel zu erreichen.

Du wirst sehen, aufgeteilt schaut alles gleich viel machbarer aus und du hast den Vorteil, dass du schon dein Jahr grob durchgeplant hast und nicht immer von vorne anfangen musst, dir einen Plan zu erstellen. Außerdem wirst du auch sehen, wie viel Zeit du noch für deine Hobbies und Freizeitaktivitäten hast und  einigermaßen stressfrei durchs Jahr gehst. 

Ich wünsche dir ganz viel Spaß bei der Planung und dass du deine Ziele erfolgreich umsetzt. 

Deine Alice 

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